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Inhalt

Zürich im Jahr 1519. Die junge Witwe ANNA REINHART lebt ein karges Leben zwischen Furcht vor der Kirche und Sorgen um die Zukunft ihrer drei Kinder, als in der Stadt die Ankunft eines Mannes für Aufruhr sorgt: Der junge Priester HULDRYCH ZWINGLI tritt seine neue Stelle am Zürcher Grossmünster an und sorgt mit seinen Predigten gegen die Missstände der katholischen Kirche für heftige Diskussionen. Anna ist fasziniert und irritiert von der Leichtigkeit und Fröhlichkeit des Mannes. Als sich Zwingli jedoch weigert, von Anna weiter Geld für Totenmessen anzunehmen, ist die Witwe schockiert. Wer ist dieser Priester, der behauptet, dass es kein Fegefeuer gibt?

Zwinglis revolutionäre Gedanken machen Anna Angst. Doch als sie beobachtet, wie Zwingli Nächstenliebe lebt und nicht nur predigt, gerät sie mehr und mehr in den Bann des charismatischen Priesters. Sie öffnet sich schließlich dem neuen Glauben und einer neuen Liebe, und die Heirat zwischen Anna und Zwingli – bisher Priestern verboten – wird zu einem Teil von Zwinglis Kampf gegen das Zölibat. Während Anna ihren Platz als eine der ersten Pfarrfrauen der Schweiz einnimmt, kämpft Zwingli für die innere Veränderung der Kirche: Er ist überzeugt, dass sich die Welt verändert, wenn alle Menschen die Bibel selber lesen können, statt Anweisungen von der Kanzel zu hören, die gar nicht in der Bibel verankert sind. Mit seinen Gefährten macht er sich daran, das gigantische Werk auf Deutsch zu übersetzen und neu zu interpretieren und setzt sich dafür ein, dass eine breite Bevölkerung lesen lernt. Auch Anna wird von ihrem Sohn Gerold im Lesen unterrichtet und beginnt langsam, die Dinge zu hinterfragen und eigenständig zu denken. Sie unterstützt ihren Mann in seinem Kampf und hält Beleidigungen und familiäre Zerwürfnisse aus.

Doch Zwinglis Erfolg wird bald gefährlich. Seine Ideen entflammen beinahe einen Bürgerkrieg, und gleichzeitig entbrennt im inneren Zirkel der Bewegung ein Kampf um Macht und Deutungshoheit. Wie radikal sollen die Veränderungen sein? Wie schnell müssen alte Gewohnheiten abgeschafft werden? Anna mahnt ihren Mann zu Zurückhaltung und Gottvertrauen. Doch je stärker Zwingli unter Druck kommt, desto mehr verhärtet er sich. Als die Ausbreitung des neuen Glaubens ins Stocken gerät, reformatorische Priester verbrannt werden und sich die katholischen Kräfte in der Eidgenossenschaft gegen Zürich zu formieren beginnen, wird die Beziehung von Zwingli und Anna auf eine harte Probe gestellt. Das, was Zwingli Anna immer gepredigt hat, schafft er nun selber nicht: Zu vertrauen und keine Angst zu haben. Am Ende ist Zwingli bereit, für die Reformation zu sterben und seine Liebe dafür zu opfern. Das Einzige, was Anna am Ende über ihren Verlust hinweg hilft, ist Zwinglis Botschaft: Gott liebt die Menschen. Auch wenn sie Fehler machen.


Gott liebt die Menschen.
Auch wenn sie
Fehler machen.

Cast

Max Simonischek
Zwingli Max Simonischek
Sarah Sophia Meyer
Anna Sarah Sophia Meyer
Charlotte Schwab
Maria Charlotte Schwab
Anatole Taubman
Leo Jud Anatole Taubman
Stefan Kurt
Röist Stefan Kurt
Andrea Zogg
Chorherr Hoffmann Andrea Zogg
Coming Soon
Felix Manz Michael Finger
Coming Soon
Konrad Grebel Aaron Hitz
Rachel Braunschweig
Katharina von Zimmern Rachel Braunschweig
Pan Aurel Bucher
Bote Rudolf Pan Aurel Bucher
Oscar Sales Bingisser
Johann Faber Oscar Sales Bingisser
Philipp Stengele
Froschauer Philipp Stengele
Ingo Ospelt
Karl Ingo Ospelt
ComingSoon
Bischof Ueli Jäggi
ComingSoon
Thea Madeleine Scherrer
ComingSoon
Ratsherr Binder Martin Hug
ComingSoon
Kaplan Koch Markus Mathis
Daniel Mangisch
Ratsherr Eidbach Daniel Mangisch
Patrick Rapold
Heinrich Bullinger Patrick Rapold<
Mathis Künzler
Köbi Mathis Künzler
Gian Rupf
Bauer Berli Gian Rupf
Thomas Douglas
Ratsherr Edibach Thomas Douglas
Jonathan Loosli
Bürgermeister Bern Jonathan Loosli
Miriam Japp
Oberin Miriam Japp
Oliver Stein
Söldner Rordorf Oliver Stein
Peter Hottinger
Ratsherr Stoll Peter Hottinger
Sebastian Krähenbühl
Einbeiniger Bettler Sebastian Krähenbühl
Simon Käser
Wachmann Göldi Simon Käser
Elisa Plüss
Marktgängerin Elisa Plüss

Cast

Crew

Stefan Haupt
  • Regie Stefan Haupt
  • Drehbuch Simone Schmid
  • Kamera Michael Hammon
  • Oberbeleuchter Peter Demmer
  • Tonmeister Marco Teufen
  • Musik Diego, Nora & Lionel Baldenweg, Tobias Willi
  • Schnitt Kaya Inan
  • Kostüm Monika Schmid
  • Maske Miria Germano, Roland Fahm
  • Historiker Philipp Hofstetter
  • Herstellungs­leitung Roland Stebler
  • Produktions­leitung Sara Bossard
  • Aufnahme­leitung Lucas Piccolin
  • Produzentin Anne Walser, C-FILMS AG
  • Ko-Produzent Mario Krebs, EIKON FILM SÜDWEST

Hinter­grund

Sein Lebenswerk machte ihn weltbekannt: Der Zürcher Reformator Huldrych Zwingli hat in wenigen Jahren die ganze Stadt Zürich und einen festverankerten Wertekanon auf den Kopf gestellt. Mit messerscharfem Verstand sezierte er das religiöse und gesellschaftliche System, er prangte Missstände an und hatte keine Angst, sich mit den Mächtigsten seiner Zeit anzulegen. Am Ende starb er, der Kriegsgegner, in einem Krieg, den er selber nicht verhindern konnte.

Was Zwingli tat, hat die Gesellschaft bis heute tiefgreifend verändert. Zwinglis Wirken legte nicht nur den Grundstein für das heutige Sozialwesen, auch Religion und Rationalität fanden in einem neuartigen Bildungswesen eine wegweisende Verbindung. Werte wie Innovation, Solidarität und Offenheit bildeten nicht nur die Basis für die Durchsetzung der Reformation, sondern sind noch heute – 500 Jahre später - topaktuelle Themen, die jede Gesellschaft in ihren Mittelpunkt stellen sollte. Doch wer war dieser widersprüchliche Mann?

Im Film „ZWINGLI“ wird Zwinglis Leben nicht nur aus seiner, sondern auch aus der Perspektive seiner Ehefrau Anna erzählt und reflektiert. Anna, die zu Anfang unserer Geschichte, die mit Zwinglis Antritt am Zürcher Grossmünster seinen Lauf nimmt, sehr stark dem Katholischen Glauben verbunden ist, wird in der Entwicklung am eigenen Leib erfahren, was Wandel zur Selbstbestimmung bedeutet. Dem Aufruf des reformatorischen Glaubenssatzes „Solo Scriptura“ folgend, wandelt sich Anna von einer passiven zu einer aktiven Frau; eine Frau, die in der Lage ist, Ihre Ängste abzulegen, ihre Stärken anzuerkennen und mit Verstand und Ratio ihr Leben zu bestimmen – mit all den damit verbundenen Höhen und Tiefen. Gemeinsam mit Anna erleben wir Zwingli als komplexen Mann und Menschen, der weit mehr ist als eine historische Figur. Und zudem ganz und gar nicht jenem Zwingli-Bild entspricht, welches ein Großteil der Menschen in sich trägt. Diese für die Schweiz so wichtige historische Figur wird nahbar und übersetzt sich auf erzählerisch gekonnte Weise ins Gegenwärtige. „ZWINGLI“ wird so zu einem Film über Mut und Visionen; ein Film über den Kampf für die eigenen Ideale und über die Frage, ab welchem Zeitpunkt man noch für die Sache kämpft, oder sich bereits selber verrät.



Im Verleih von
Produktion
Koproduktion
Weltvertrieb
Gefördert durch
Hauptpartner
Und mit Unterstützung von
Walter B. Kielholz Foundation, Daniel Gablinger Stiftung, Geschwister Kahl Stiftung, Familienstiftung Naef von Zürich und Kappel, Focal, der Stadt Stein am Rhein sowie den Mitgliedern des Zwingli-Film Freundeskreises.